Zecken und die Prophylaxe

24.04.2016 16:41

Zeckenzeit

Alle Jahre wieder das leidige Thema. Gift oder doch nicht. Wir haben die Qual der Wahl. Zugegeben es gibt Angenehmeres.
Nichts desto trotz ist bei einem Zeckenbiss oder ein Zeckenbefall keine Panik angesagt. Vor fast 20 Jahren habe ich das letzte chemische Zeckenmittel verwendet, trotz Suchhundetraining im Wald, ist keiner meiner Hunde erkrankt.

Warum gibt es mal mehr mal weniger?
Einerseits ist dies Jahreszeitbedingt. Zecken ist im Winter zu kalt und im Sommer zu heiss und trocken. Sie kommen also vermehrt im Frühling und Herbst zur Jagd auf Blut. In bestimmten Gegenden kommen sie häufiger vor, insbesondere im Wald und an feuchten Bachabhängen. Meiner Meinung führt auch die zunehmende Vergiftung unserer Umwelt  und die zahlreich verteilten Herbizide, Insektizide und Fungizide zu einer Zunahme der Zecken.
Auch der Befall ist bei Hunden unterschiedlich. Was definitiv zu einer Steigerung der Anfälligkeit oder Beliebtheit bei Zecken führt, ist Stress. Stress macht sauer und das ist wohl ein Grund, warum dann ein vermehrter Zeckenbefall festgestellt werden kann. Es macht also Sinn, die Zeichen beim Hund zu erkennen und den Hund nach dem Spaziergang zu untersuchen und allfällige Zecken zu entfernen.
Kranke Hunde könnten aus dem gleichen Grund anfälliger sein. Auch da ist unter Umständen eine weitergehende Abklärung sinnvoll, insbesondere wenn es über längere Zeit anhält.

Die Gefahr:
Zecken können (sie müssen nicht) Krankheiten übertragen. Insbesondere Borreliose und Hirnhautentzündung (Menengitis). Menengitis kommt bei Hunden extrem selten vor, Borreliose etwas mehr, aber im Vergleich zu Krebserkrankungen auch wieder sehr selten. Gerademal 0.1 % aller infizierten Hunde erkrankt an Borreliose, während 90% aller Hunde, die gebissen wurden, Antikörper entwickeln.
Also von 1000 Hunden erkrankt einer. Da sind die Schäden, die durch Impfungen verursacht werden, wesentlich zahlreicher.

Wann erkrankt ein Hund?
Damit es nach einer Infizierung mit Viren oder Bakterien zu einem Krankheitsfall wird, muss der Hund ein geschwächtes Immunsystem haben. Verwendet man nun noch zum Schutz vor einem Befall ein chemisches Mittel, wird das Immunsystem zusätzlich geschwächt. Es gilt also in erster Linie, das Immunsystem des Hundes zu stärken, einerseits mit einer qualitativ hochwertigen Nahrung, die möglichst roh und frisch ist und andererseits mit hochwertigen Nahrungsergänzungen.

Gefahren von cheimischen Produkten zur Zeckenprophylaxe
Ich habe schon viele Meldungen bekommen betreffend dem Einsatz von Zeckenmittel. Da waren extremer Juckreiz, Ausschlag, offene Haut, Gleichgewichtsstörungen, Rückenmarksinfakrt etc. Obwohl die Hersteller immer wieder behaupten, dass die Wirkstoffe nicht ins Blut gelangen, ist das natürlich Blödsinn. Alles was auf die Hautoberfläche gelangt, geht über die Poren ins innere des Körpers und muss dann wieder meist über Leber  und Nieren abgebaut werden.

Die Alternativen:
Das Wichtigste ist keine Angst zu haben. Wenn eine Zecke auf dem Hund ist, mit einem geeigneten Gerät entfernen, entsorgen, fertig. Bekommt man sie nicht richtig raus, bleibt z.B. der Kopf noch drin, ist es ratsam ein paar Mal täglich mit Bachblüten-Notfalltropfen die Stelle zu betupfen und mit dem Bachblüten-Notfall-Spray einzusprühen. Dann kommt der Kopf ohne eine Entzündung zu verursachen innert weniger Tage von selbst raus.

Folgende Produkte sind zur Vorbeugung sehr hilfreich:

Innerlich:
Spirulina: Pro 10 kg Körpergewicht des Hundes 1 Messerspitze Spirulina ins Futter
Schwarzkümmelöl: Pro 10 kg Körpergewicht des Hundes 15-20 Tropfen ins Futter
Klinoptilolith: Pro 10 kg Körpergewicht des Hundes 1 Messlöffel (2gr) ins Futter
In hartnäckigen Fällen kann man alle 3 Produkte kombinieren.
Hefeflocken: Pro 10 kg Körpergewicht 1 flacher Teelöffel
Vitamin B-Komplex: Pro 15 kg Körpergewicht 1 Kapsel

Äusserlich:
Kokosöl: Ein Stück Kokosöl in die Hand nehmen, es schmilzt sofort und damit den Hund vor dem Spaziergang einreiben
Bernsteinketten: Bei einigen Hunden wirken sie
EM-Ketten: Bei einigen Hunden wirken sie
Ätherische Oele: Diese müssen verdünnt werden, sehr gut geht dies in flüssigem Kokosöl, auf 100 gr Kokosöl - 20 Tropfen ätherisches Oel vermischen. Sehr gut geeignet sind: Geranium, Thymian, Oregano, Wacholder, Grapefruit, Myrrhe, Teebaum und Rosenholz und auch die Mischungen: ImmuPower und Thieves/Diebe.

Fazit:
Ich bin überzeugt: Irgendwas davon wirkt auch bei Ihrem Hund. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mein Hund - natürlich gesund
Silvia Dierauer

dierauer@meinhund.ch


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